Oh, die Frage habe ich mir auch bereits oft gestellt. Und ich frage mich dabei welche Menschen beratend zur Seite stehen. Ich glaube, dass hier ein Wechsel oder eine Ergänzung mit neuen Expert*innen gut wäre.

Als Aktivistin beobachte ich die Kommunikation der Grünen und von Robert Habeck mit einer Mischung aus Hoffnung und Skepsis. Es gibt riesiges Potenzial und viele Herausforderungen.

Für mich ist es entscheidend, dass die Grünen in ihrer Kommunikation authentisch und nahbar bleiben. Gerade Robert Habeck hat oft diese reflektierte, menschliche Seite, die ich als sehr wertvoll empfinde. Gleichzeitig empfinden andere Menschen, die Kommunikationsweise der Grünen als sehr akademisch und abschreckend, da zu komplex.

Und ja, die Themen, die die Grünen ansprechen, sind oft komplex – die Energiewende, Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit. Hier liegt die Herausforderung, dass Menschen das Gefühl bekommen können, es nicht richtig zu verstehen und zu begreifen, es sei zu viel auf einmal und es entziehe sich erst Recht ihrer Kontrolle.

Hier können die Grünen ansetzen und ihre Botschaften klarer und simpler formulieren, ohne dabei die Tiefe der Themen zu verlieren. Wenn die Menschen verstehen, wie politische Entscheidungen ihr Leben konkret beeinflussen, nehmen sie eher Anteil daran.
Es geht nicht nur darum, Fakten zu präsentieren, sondern auch um das Gefühl, dass wir alle gemeinsam eine bessere Zukunft aufbauen können – und das braucht eine Sprache, die die Menschen mitnimmt. Für mich als Mutter ist es besonders wichtig, dass bspw. Generationengerechtigkeit nicht nur als abstraktes Konzept dargestellt wird, sondern dass klar wird, wie unsere heutigen Entscheidungen für die kommenden Generationen von Bedeutung sind.

Wenn die Grünen von einer besseren Zukunft sprechen, muss das spürbar und greifbar sein.
Für alle Menschen.